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Runde 10: Die Vegetarierin
QuallenDie haben keine OhrenVegetarierin
von Han Kang
Unsere Eindrücke zum Buch
Platz für Notizen beim TreffenDabei: Lynn, Inara, Lethe, CptZusel
Gesamteindruck
Verwirrend, strange, aber auch gut und interessant
Ganz was anderes erwartet
Titel nicht ganz passend weil eig vegan -> kommt daher, weil südkorea kein Wort für vegan hat, selbst vegetarisch ist super selten
Bessere Kenntnis von Südkorea und Kultur wäre hilfreich um das Buch zu verstehen
Viel Gewalt, verstörend
Erster Akt spannend, zweiter Akt nur verstörend, dritter Akt wenig Handlung
Sehr krasse Szene mit Tierquälerei an einem Hund, unklar ob dies Erinnerung oder Traum war
Interpretationsspielraum in der Darstellung des fütterns, alle wollen ihr vorschreiben was/dass sie ist, bis zur brutalen Zwangsernährung
Starkes ausbrechen aus der Gesellschaft durchs vegan werden
Evtl. Versuch unattraktiv durch Mangelernährung zu werden, um jahrelanger sexualisierter Gewalt zu umgehen
Trotzdem Sexualisierung durch Schwager am Mongolenfleck und weitere Gewalt durch diesen
Spiel damit die gesellschaftlich konstruierte Trennung von Natur und Mensch aufzulösen
Yong-Hye will Baum werden
Hat jahrzehntelang Gewalt erfahren
Will vll ausbrechen und keine Gewalt an anderen Lebewesen ausüben
In-Hye hält sich auch nur vom Suizid zurück, um für Sohn da zu sein
Gesamte Erzählung von außen durch drei umstehende Personen
wenig über Protagonistin bekannt
Niemand fragt nach ihren Beweggründen
Nur Bewertung von außen
Einziger Blick in die Protagonistin waren Beschreibung ihrer Träume
Träume werden beschrieben aber Protagonistin wusste auch nichts damit anzufangen, wollte nur, dass diese aufhören
Erster Akt Ausbrechen aus ihrer Rolle als Frau, Rebellion gegen Zuschreibungen und Erwartungen. Yeong-Hye weigert sich für ihren Mann zu kochen und zu tun was er will und von ihr erwartet wird, trägt keinen BH mehr
Weitere Entwicklung dann auch Ablegen der Menschlichkeit
Im zweiten Akt weniger rebellisch
Schwager hat aber weniger vorgeschrieben
Yong-Hye wurde akzeptiert, weil sie in seine sexuellen und künstlerischen Phantasien reingepasst hat
Wiederholte Betonung, dass durch das Abmagern ihre Brüste weg sind
-> legt ihre Rolle als Frau/Mutter ab, Gesellschaft hat Erwartungen an eine Frau/Mutter, daher Beschwerden über verschwindenden Busen
Heftiger Gegensatz zwischen der Gewaltlosigkeit des Vegan-seins und der starken Gewalt, die ihr aber als Reaktion darauf widerfährt
Gesellschaft ist gewalttätig untereinander und gegenüber Natur/Tieren, ein Ausbrechen bzw. nicht mehr mitmachen wird nicht akzeptiert, sie soll gezwungen werden weiter Teil davon zu sein
Veganismus als Token für Nonkonformismus in einer konformistischen Gesellschaft, kein Buch über veggie/veganen Aktivismus
Fazit
Kernpunkt: Viele Zuschreibungen, Konformismus, festgelegte Rollen, Erwartungen in der Gesellschaft und starke Gegenreaktion bei Ablehnung all dessen
Erster Akt noch unterhaltsam, danach eher fertig werden wollen
Zeigt Probleme aber keine Auswege, wenig erhellend was Feminismus angeht
Keine Empfehlung
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